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Warum ist der Walachische Vojvoda auf dem Bieretikett?

Über den Namen des hellen Lagerbiers aus Kozlovice musste nicht lange überlegt werden. Der Walachische Vojvoda gehört seit jeher zu Kozlovice. Bis heute wird dem Amt des Walachischen Vojvodas – dem ehemaligen obersten Almverwalter – durch viele eingelebte Traditionen gedacht. Schon 1970 wurde die Volkslied- und Tanzgruppe Walachischer Vojvoda aus Kozlovice gegründet, die bis heute an die Volkskultur des Lachei-Walachei-Grenzgebiets anknüpft. Vom Etikett des Biers aus Kozlovice lachen uns das Gesicht des „Walachischen Vojvodas“ und seit 2008 des „Kozlovicer Vogtes“ entgegen. Ihre „Anwesenheit“ bindet an die Hochachtung zur Tradition und Arbeit unserer Vorfahren an. Im Areal der Kozlovicer Vogtei können Sie in der der Ortsgeschichte gewidmeten Ausstellung mehr über Walachische Vojvodas erfahren.

Was Alles musste der Walachische Vojvoda überwachen?

Wie V. Plotěný in seiner Chronik erzählt, war Pflicht der Vojvodas „die Grenze der Herrschaft zu hüten, zu schauen, wie viele Schafe auf jeder javořina (Stelle im Wald, die den Schafen als Weide zugeteilt war) sind und wie viele dort ohne Mangel weiden können. Sie achteten darauf, dass die Hirten gut ihre Schafe weideten, guten Käse (Brimsen) machten und dem Míšaník (derjenige, der seine Schafe auf die Weide gibt) von jedem Milchschaf eine bestimmte Menge Käse abgaben. Vor ihm klagten die Seiten, die ihre Schafe auf die Weide schickten, schuldige Hirten. Er schützte auch die Hirten vor der Obrigkeit. Das war der vielfach allen Vojvodas gemeinsamer Dienst. Damit die Vojvodas alle Arbeiten gut erfüllten, hatten sie in ihrem Amt noch andere Helfer. Der Vojvoda in Rožnov hatte 12 Beamte und 2 Befehler zur Hand, die Schlesischen Vojvodas hatten zur Hand 9 Beeidigte …“

Der Walachische Vojvoda steuerte also die walachische Wirtschaft in den Bergen, beaufsichtigte die Walachen, schützte ihre Interessen und vermittelte den Kontakt mit der Obrigkeit, nahm Naturalien und Geld – die sog. „Walachische Steuer“ der Obrigkeit – ein. Dem Gericht, oder der Walachischen Versammlung, saß er ebenfalls vor.

Im öffentlichen Leben nahmen die Vojvodas eine recht wichtige Stellung ein und in der Gemeinde erfreuten sie sich (ebenso wie der Vogt) eines bedeutenden Ansehens. Die Rechte der Walachischen Vojvodas sind wegen Informationsmangel unklar. Es kann auch nicht gesagt werden, ob ihr Amt immer vererbt wurde. Es scheint aber, dass der Vojvoda nicht beständig, vererbt wie der Vogt war, aber das Amt nach Belieben von der Obrigkeit, vor allem ordentlichen und ehrlichen Bauern erteilt wurde.

Der Vojvoda und Kozlovice In Kozlovice saßen Walachische Vojvodas etwa 200 Jahre (wahrscheinlich schon ab Mitte des 16. Jahrhunderts) bis zum Jahre 1764. In diesem Jahr wurde die Vojvodafunktion aufgelöst, da mit Wachstum der Eisenindustrie viel Wald zur Herstellung von Holzkohle für die Hütten erforderlich wurde und die Herrschaft schrittweise die Almen auf ihrem Land auflöste und sie dann bewaldete.

(Text aus der Publikation von Jiří Tichánek: Vogtei in Kozlovice und ihre Geschichte, Ausgabe Šmíra-Print s.r.o. im Jahr 2007. Die Publikation kann im Infozentrum Relax im Vorland der Beskiden gekauft werden).

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